Mittwoch, 29. April 2015

1. Etappe bis Saintes (Südfrankreich)

Abfahrt in Maastricht bei Sonne und +2°.
Zuerst ein wenig Landstraße nach Belgien, Spaziergang mit Snoop an der Marne. Dann wird es ernst!
Ich habe beschlossen, dem Navi eine Chance zu geben, aber schon nach 10 km geht es schief.
Ich überlege noch, ob die letzte Abbiegeanweisung wirklich Sinn macht, da spricht es zu mir: bitte nehmen Sie die nächste Ausfahrt und bla bla bla. Fakt ist, das Navi hat die falsche Richtung vorgegeben und lässt mich zurück fahren als wäre nichts gewesen.
Nicht mit mir! Das war's - weiter geht es ohne Navi......
Belgien ist schnell durchquert und Frankreich empfängt mich mit Sonne und blühenden Rapsfeldern.....strahlendes Gelb soweit das Auge reicht!
Der Verkehr ist überschaubar - er rollt so vor sich hin. Oft bin ich mit vielen Lkws alleine...
Kurze Stopps für Snoop, aber der läuft immer zum Auto zurück und will nicht spazieren.
So gegen 13 Uhr ist eine längere Pause geplant, aber da bin ich auf den Autobahnen um Paris gefangen.
Der nötige Tankstopp dort wirkt, als sei der Bürgerkrieg ausgebrochen. Noch nie habe ich eine so martialisch bewachte Tankstelle gesehen, kein Wunder, dass Umfeld - Pariser Vorort-Hochhäuser - ist entsetzlich menschenfeindlich. Einmal mehr fällt mir auf, das ich mit Paris einfach nicht warm werde.
Nach 1 1/2 Stunden auf den zum Teil zehnspurigen Strassen kommt langsam wieder ein wenig Grün ins Bild und der nächste Rastplatz ist unserer.
Idylle pur - Vögel zwitschern und der Frühling lässt sein blaues Band.... so in diesem Sinne. Nach fast 1 Stunde Pause - weiter geht's!
An der ersten Maut Bezahlungs-Station scheitere ich, da sind nur Automaten und keine Menschen (sehr beliebt in F , auch in der Raststätten gibt es fast nur Automaten. ..für Kaffee, Sandwiches, Getränke etc. ohne Kleingeld ist man, in diesem Fall ich, verloren). 
Nach einigem Hin und Her und zu Fuss über die Autobahn laufen kann ich mit meiner Visakarte zahlen.
Nächster Tankstopp, die Uhr zeigt noch 2,5 Liter - kommt der Präsident von Frankreich, bekleidet mit einer Tankstellenuniform, auf mich zu und erklärt, dass es an dieser Station kein Benzin mehr gibt. Freundlich, aber unmissverständlich!
Die nächste Station ist ca. 30 km entfernt. Ich rechne nicht nach und hoffe einfach das es klappt. Klappt!
Snoop pennt und ich lasse den Smart rollen bis wir gegen 19.30 Uhr Saintes  erreichen. Eigentlich sind Haustiere in dem sehr französischen kleinen Hotel nicht erlaubt, allerdings gehören Hunde  zur Familie, erklärt mir die reizende Concierge. Sehr symphatisch!
Saintes ist optisch bezaubernd, aber leider einer der Orte im Zentrum einer strukturschwachen, von der Wirtschaftskrise gebeutelten Gegend. 50% Leerstand der eigentlich gewachsenen Infrastruktur sind dann doch deprimierend.
So, jetzt noch die Bilder vom Tag - dann muss ich schlafen!

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